Wir sind doch alle Individualisten!

Wir danken Herrn Karl Hammer für diesen fundierten Artikel:

Vor einigen Tagen habe ich auf fact & fiction ein Zitat gefunden, das ein Phänomen auf den Punkt bringt, das ich schon länger kritisch beobachte. Das Zitat stammt von einem gewissen Lalon Sander und ist dem Migazin, einem politkorrekten Gehirnwäscheorgan, entnommen: „Beiden Argumentationen liegt jedoch dieselbe rassistische Taktik des ‚Othering‘ zugrunde: Menschen mit Migrationshintergrund sind irgendwie anders, sie ticken anders, es gibt Mentalitätsunterschiede – auf jeden Fall sind sie nicht so wie ‚die Deutschen‘.“ http://www.migazin.de/2010/02/15/der-rassismus-des-migrationshintergrunds/

Aha: Othering! Welch klangvoller Neologismus. Dieser Ausdruck kommt irgendwie modisch und dennoch wichtig daher – und er wird sicher bald bei den Soziologen (oder sollte man eher sagen: Ethnologen) der „Communities“ die Runde machen. Vor allem interessant ist eines an dieser Art der Argumentation, die in linken Publikationen eine lange Tradition hat: wenn es an Argumenten mangelt – und das tut es bei ihnen meistens – dann gibt es zwei Strategien, die zur Auswahl stehen.

Entweder man greift zu einer besonderen Form von Gehirnyoga und verdreht und vermischt Fakten so lange hin und her bis aus rot grün wird oder man verzichtet gänzlich auf jede Argumentation und begnügt sich damit, die Sichtweise der Gegenseite als unmoralisch, perfide, – in jedem Falle irgendwie verwerflich darzustellen. Besonders sparsam ist die Variante, die Aussagen der Gegenseite zu ironisieren und nichts an weiteren Erklärungen folgen zu lassen.

Auch hier hat der Autor die zweite Variante gewählt, wenngleich sie in seinem Falle jeder Ironie entbehrt. Wir wissen nun, zu denken, dass Menschen aus anderen Ländern oder Kulturen anders „ticken“ oder gar Mentalitätsunterschiede zu uns hätten ist rassistisch, „Othering“ eben. Leider hat der Autor in seinem kunstvoll wortakrobatischen Artikel vergessen (ich habe den zitierten Artikel zuende gelesen), uns mitzuteilen, wie es sich denn dann stattdessen verhält. Haben Türken also von Haus aus dieselbe Mentalität wie Deutsche? Oder haben sie am Ende gar keine?

Wahrscheinlich will uns der Autor suggerieren, dass die Idee der Mentalität und einer dahinter stehenden Kultur an sich ein reines Konstrukt sei, das nichts mit der Realität zu tun hat. Stattdessen gibt es nur Individuen, die dann aber offensichtlich in der Retorte aufwachsen oder im luftleeren Raum, weshalb es einen direkt wundern muss, dass nicht alle Menschen alle Sprachen sprechen können (oder eben keine). Andererseits scheint es dann aber doch so zu sein, dass Angehörige der sogenannten Mehrheitsgesellschaft, also Deutsche, durchaus eine Mentalität haben, – eine rassistische nämlich, weshalb sie – und nur sie – ständig „Othering“ betreiben. Interessant ist auch der Umstand, dass  „Othering“ immer da vorliegt, wo es zum Nachteil des damit „diskriminierten“ Migranten ausschlägt. Man hat aber noch nie davon gehört, dass sich irgendein Migrantenverband darüber aufgeregt hätte, wenn ein Angeklagter aus ihrer Klientel ein besonders mildes Gerichtsurteil unter ausdrücklichem Verweis auf seinen kulturellen Hintergrund verhängt bekam.

Der Autor bietet uns leider auch keine Erklärung dafür, warum zufälligerweise soviele Individuen mit türkischer Staatsbürgerschaft oder türkischer Abstammung immer wieder „Ehrenmorde“ begehen und gleichzeitig so wenige Schweden oder Tschechen unter den Tätern zu finden sind. Muss wohl ein statistischer Zufall sein. Tststs, Sachen gibt’s!

Ebenso sonderbar: Viele Terroristen, man kann sagen, beinahe alle, sind komischerweise Muslime und so wenige davon orthodoxe Russen. Auch dies eine unerklärliche statistische Häufung. Ich würde vorschlagen, dass hier noch unbedingt geforscht werden sollte!

Karl Hammer

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Veröffentlicht am 22. Februar 2010 in DEUTSCHLAND und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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