Belastung der Einkommen: Krankenkassenbeiträge steigen

Die Streithähne der  CDU/FDP „Regierung“ haben sich wohl geeinigt. Die Krankenkassenbeiträge sollen von 14,9% auf mindestens 15,5% steigen. Damit werden die Lohnnebenkosten weiter in die Höhe getrieben. Während früher von den Krankenkassenbeiträgen der Arbeitgeber die Hälfte der Beitragssumme bezahlte, müssen Arbeitnehmer inzwischen deutlich über die Hälfte, sprich 7,9% von 14,9 bzw. zukünftig mindestens 8,2% (von 15,5%) Krankenkassenbeitrag bezahlen. Hintergrund des hohen Defizits der Krankenkassen ist unter anderem die Riesen-Fehlinvestion in die sogenannten Medikamente gegen die  „Schweinegrippe“, das PRO München weit bevor die Medien den Skandal bemerkten, aufgegriffen hat, und  gefordert hat, von einem Erwerb dieser Medikamente abzusehen. Zusätzlich zu dieser Erhöhung droht auch noch eine weitere Erhöhung der Zusatzbeiträge, auf die ab 2011 wohl kaum eine Kasse mehr verzichten wird. Die Politik versucht also, vor allem auf den Einzelnen die Kosten im Gesundheitswesen abzuwälzen und die Last nicht mehr wie früher auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte zu teilen. Es gibt trotz allem immer noch eine Möglichkeit, auf eine Beitragserhöhung und Zusatzbeiträge zu verzichten. Zum Einen kann man diverse Sozialversicherungsabkommen mit sofortiger Wirkung kündigen, zum anderen gibt es auch noch weitere Einsparmöglichkeiten, die PRO Bayern bereits im Januar aufgeführt hat. Warum Krankenkassen Zuschüsse für den privaten Urlaub gewähren, erschließt sich für PRO Bayern auch nicht. Es gibt also eine Reihe von Möglichkeiten, Kosten einzusparen, die jedoch laut Koalitionsvertrag offenbar nicht in dieser Weise vorgesehen sind, weil es dort drinnen heisst, daß am Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen nicht gerüttelt wird.

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Veröffentlicht am 2. Juli 2010 in DEUTSCHLAND und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Gelder erhöhen, Leistungen kürzen. Das ist die derzeitig verkappte Politik. Die Pharmaindustrie nimmt die Kassen aus, indem sie Preise diktieren. Gleiche Produkte im Ausland sind günstiger, werden umverpackt und in Deutschland zu höheren Preisen mit einer zweiten Gewinnspanne verkauft.
    Persönlich habe ich diese Gierhälse satt und rufe zu einem bewussten Verbraucherverhalten auf, indem weitmöglichst alternative Heilmethoden genutzt werden. So etwas kann ein „Bürger“ mit etwas klaren Menschenverstand nicht noch unterstützen wollen.
    Hier noch was zum googeln:
    antwort-von-x.de/Massenmord-durch-Schweinegrippe.pdf
    antwort-von-x.de/stellungnahme.html
    Das ist kein Spaß mehr!

    PRO Bayern: Danke für ihren interessanten Hinweis. Wir würden uns sehr über einen Artikel von Ihnen freuen, denn wir dann gerne ungekürzt veröffentlichen würden.

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