PRO Deutschland Funktionär Stefan Werner: „8 Euro 50 Mindestlohn sind vor allem in München ein schlechter Scherz“

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Eine Krise droht im Geldbeutel bei 8, 50 Euro Lohnforderung pro Stunde

Sie haben richtig gehört. 8 Euro 50 (brutto pro Stunde) haben die Gewerkschaften auf dem Münchner Marienplatz gefordert. Als flächendeckenden Mindestlohn im Jahre 2011. Das liegt unter dem Mindestlohn in Frankreich, der bei 9 Euro liegt. Lautstarkes Klaschen für eine solche Minusforderung bei Altkommunisten, etablierten Kräften und anderen Verdächtigen.  150 Stunden Vollzeittätigkeit pro Monat ergeben bei einem solchen Mindestlohn nämlich gerade einmal 1275 Euro brutto. Das bedeutet in der Regel unter 1000 Euro netto. Familien, Väter oder Mütter mit Kindern wären somit in der Regel zusätzlich auf staatliche Unterstützung  angewiesen. Wenn die Gewerkschaftsvertreter nun auf dem Münchner Marienplatz 8 Euro 50 Mindestlohn fordern, so ist das somit für den PRO – Deutschland Funktionär Stefan Werner „ein schlechter Scherz“ „Zumal“ so stellt Stefan Werner weiter fest „inzwischen selbst im Reinigungsgewerbe in München Löhne um die 13 Euro oder mehr pro Stunde bezahlt werden“  Das die Arbeitgeber Löhne deutlich im zweistelligen Bereich pro Stunde zahlen können, zeigt auch die Entwicklung der Zeitarbeitsbranche. Diese boomt bekanntlich, obwohl sie für den Arbeitgeber höhere Lohnkosten – und für den Arbeitnehmer in der Regel geringeren Lohn – was nicht sein darf-  bedeutet. Denn neben den „Lohn“ für den Zeitarbeiter zahlen immer mehr Firmen unsinnigerweise noch einen „zweiten Lohn“ an die Zeitarbeitsfirma. „Arbeit muss sich wieder lohnen. Bei 8,50 Mindestlohn tut sich das gerade überhaupt nicht.  Wir sollten beim Thema Mindestlohn die Führungsrolle in Europa übernehmen und einen Mindestlohn im zweistelligen Bereich durchsetzen. “ Doch mit einer solchen Forderung allein sollten wir uns nicht zufrieden geben. Die etablierte Presse jubelte bereits, dass ein Mindestlohn dem Staat Milliarden bringt. Insgesamt sind es selbst bei einer Forderung von nur 8,50 Euro bereits rund 7 Milliarden. Somit gehört zu der Forderung Mindestlohn auch, daß dieses Geld  nicht europäischen Pleitestaaten, sondern vollumfänglich der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland zugute kommt. Zu allererst sind die Familien dran, so Stefan Werner. Beim Thema Mindestlohn darf auch nicht vergessen werden, daß wir die Lücken schließen müssen, mit dem man einen Mindestlohn „aushebeln“ kann und daß Arbeitgebern deutlich härtere Strafen als bisher drohen, falls sie diese Vorschriften umgehen.  Die alteingesessenen bayrischen Bürger haben also recht gehabt: Sie haben gegen ein paar Mass Bier lieber mit Muskelkraft Maibäume aufgestellt,  anstatt den Herrschaften für eine Forderung von 8, 50 Euro brutto die Stunde auf dem Münchner Marienplatz zuzujubeln.

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Veröffentlicht am 1. Mai 2011 in HEIMAT und mit , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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