Marsch für die Freiheit II – Sieg der Meinungsfreiheit

Unsere Mitstreiter auf dem Marsch für die Freiheit mit unserem neuen Transparent für die Jugend

Unsere Mitstreiter auf den Marsch für die Freiheit

Mutter- oder Vatertag, Tag der Arbeit, Tag der Muttersprache, Weltspartag, Valentinstag, Weltfriedenstag, Holocaust-Gedenktag, Tag der Buches, Welt-Aids Tag … –  für jeden Erdenbürger, für jedes Ereignis oder teilweise auch jedes banales Nichtereignis gibt es wohl einen eigenen Gedenktag. Und höchstwahrscheinlich reichen die 365 Tage im Jahr nicht, um an einem Tage auch nur einem Tatbestand  zu gedenken. Einer der sicher sinnvolleren Tage wurde am 3. Mai begangen, der Tag der Pressefreiheit. Und wie wichtig die Freiheit der Presse ist, weiß man ganz besonders zu schätzen, wenn man in dunklen Zeiten der deutschen Vergangenheit lebte, sei es zwischen 1933 und 1945 oder im totalitären Regime der DDR, um zwischen den Zeilen der zensierten Medienberichte zu lesen.

Hierzulande wird der Tag stets zum Anlass genommen, um an internationale Verletzungen der Pressefreiheit zu denken, möglichst weit weg, ob in China, Russland, Nordkorea oder anderswo. An Deutschland denken dabei die wenigsten. Dass es aber auch in Deutschland nicht immer in punkto Pressefreiheit zum besten bestellt ist, zeigt sich meist erst, wenn man entweder selbst davon betroffen ist oder bestimmte Ereignisse selbst erlebte. Gewiss, kaum ein anderen Land der Welt weist ein solch breites Spektrum der Medienvielfalt auf. Doch trotz der quantitativen Vielfalt zeigt sich im Prinzip eine bedauerliche Uniformität der Berichterstattung, sei es aus Bequemlichkeit einiger Redakteure, sei es aus Gründen mangelnder journalistischer Sorgfalt oder auch aufgrund mangelnder Zivilcourage, die es bedeutet, vorgegebene Tabus, Mainstream-Meinungen oder interne redaktionelle politische Vorgaben zu verletzen. Ganz besonders ist dies stets zu beobachten, wenn es um die Berichterstattung politischer Parteien geht, die noch außerhalb der im Bundestag vertretenen Parteiensich befinden.  Und ganz besonders, wenn es sich dabei um konservative Gruppierungen handelt, denn schließlich muss man im gemeinsamen „Kampf gegen rechts“ zusammenhalten. Da wird entweder überhaupt nicht über das Ereignis berichtet oder, falls dieses nicht zu verschweigen ist,  sucht man sich die krudesten, unsympatischsten Typen der Anwesenden aus, die es wohl in jeder Versammlung unterschiedlichster Coleur gibt, um damit die Gesamtheit der Anwesenden zu diskreditieren. Ein journalistisches Mittel der Desinformation, das auch in Diktaturen gerne seine Anwendung gefunden hat und nach wie vor findet.

Ein Lehrbeispiel dazu war wieder einmal die Berichterstattung über den von Pro Köln organisierten „Marsch für die Freiheit“ mit rund 1.100 Demonstrationsteilnehmern, der am vergangenen Samstag in der Rheinmetropole stattfand. Die große Mehrheit waren Bürger aus allen Schichten, allen Alters, locker und leger gekleidet entsprechend der Jahreszeit- einfach Menschen wie Du ich, darunter auch händchenhaltende Pärchen oder Kinder im Schulalter. Doch mit solchen Bildern könnte man den einen oder anderen unserer Zeitgenossen womöglich veranlassen, im nächsten Jahr womöglich auch teilzunehmen. Da ist es doch besser, die Bundesbürger nicht in ihrem Kampf gegen rechts zu verunsichern. In überdimensionalen Medien bringt man davon deshalb besser gar nichts, immerhin in der Köln-Rundschau muss man als „Aufmacher“ darauf eingehen, schließlich befand sich aufgrund besagter Demonstration von 1.100 Teilnehmern, einer nicht ganz so großen wie vom SPD-Oberbürgermeister erhofften Anhängerschaft an linken und ultralinken Krakelern und 10.000 Polizisten ganz Köln in Ausnahmezustand. Und das fällt dann dem naivsten Zeitgenossen auf. Also sendet man, orientiert am zuvor beschriebenen Muster einen Teilnehmer mit tatowierter SS-Rune am Hals, wohl der einzige Anwesende der Skinheadszene weit und breit unter der Menge sowie vier trinkfeste Belgier des Flams-Belang, die wohl das Ereignis eher nutzten, eine kräftigen drauf zu machen und auch manchen seiner Landsleute nervten. Von der Demonstration dann noch eine Totale, damit der Zuschauer nicht sieht, das dort die große Mehrheit Menschen wie ich und Du teilnehmen, zum Schluss noch ein ungefährlicher Ausschnitt der Rede eines Vertreters der amerikanischen Teaparty. Abgerundet wird dann der Bericht durch fröhlich feiernde Kölner, die den braunen Demonstranten mit Kölschem Witz die rote Karte zeigen. Den Segen zum Widerstand gibt dann noch der Pfarrer des Kölner Domes. Bei solchen Bildern entspannt sich doch dann der linksliberale Michel vor dem Fernseher und kann sich zufrieden zurücklehnen, ohne sein Weltbild überdenken zu müssen. Mögliche Sympathisanten beispielsweise aus der islamkritischen oder EU-kritischen Szene wenden sich angewidert von solchen Bildern ab und sehen sich genötigt, sich von solchem Spuk abzuwenden. Wenn sie es nicht schon durch vorangegangene Desinformation sind. Ein René Stadtkewitz von der islamkritischen Partei „Die Freiheit“ war beispielsweise vergeblich zu finden. Warum eigentlich? Glauben sie etwa, wenn sie leisetreten bleiben ihnen solche Szenen erspart? Das Ziel der Desinformation ist wohl bestens geglückt. Über die wahren Probleme muss man dann nicht sprechen  – Schwamm drüber.

Die Wirklichkeit sah anders aus: geplant war die Anreise der Demonstrationsteilnehmer aus verschiedenen Richtungen, dem Flughafen, dem Kölner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Opladen für die diejenigen, die in den Hotels übernachteten. Die Marschroute wurde erst am Vortag der Demonstration mit der Polizei besprochen, um Randale der linksautonomen Szene zu verhindern. Geheim war die Route wohl trotzdem nicht. Am gegenüberliegenden Gleis des Treffpunktes erwarteten die eintreffenden Demonstrationsteilnehmer um 10.30 Uhr bereits erste Gruppen der Antifa. Pünktlich vor der geplanten Ankunft des Zuges, der uns nach Köln bringen sollte, wurden die Gleise generalstabsmäßig besetzt.

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Erste Versuche von tätlichen Angriffe auf vereinzelte Demonstrationsteilnehmern. Um die Sicherheit zu gewährleisten, werden wir gebeten, uns von Bahngleis 1 ins Innere des Bahnhofes zu begeben. Zwei Stunden vergehen. Immer wieder folgen Vertröstungen, es werde schon bald Polizeiverstärkung geben. Die kommt auch tatsächlich, aber nichts geschieht. Wir sind eingekesselt von einem dicht gezogenen Polizeiring sowie einzelnen „Nazi raus“ krakelenden linksautonomen Jugendlichen. An eine Räumung ist nicht zu denken. So mancher der Demonstrationen glaubt mittlerweile, die Demonstration findet wohl im Bahnhofsgebäude statt. Glücklicherweise wurde bereits im Vorfeld ein Plan B mit einkalkuliert, zwei Busse und verschiedene Taxen konnten geordert werden. Wieder vergeht eine halbe Stunde. Endlich kommen sie. Es ist mittlerweile gegen 13.00 Uhr. Nun werden Teile der linksautonomen Szene von der Polizei eingekesselt. Drei Polizeiwagen vor dem ersten Bus, ein weiterer zwischen den Taxen, es folgt der zweite Bus, danach wieder drei weitere Polizeiwagen. Mit Sirenenklang geht’s dann von Opladen wie bei einem Staatsempfang bis zum Bahnhof Deuz. Der Ausstiegsort ist perfekt gewählt, in der abgeriegelten Bahnhofsunterführung, wegen möglicher Wurfgeschosse der linksautonomen Szene natürlich. Dann geht’s mit Begleitschutz zum Sammelpunkt, wo seit rund zwei Stunden die Vorhut wartete. Beifall für uns Eintreffenden. Nun kann sich tatsächlich der Zug formieren. Zuvor soll die Polizei wohl versucht haben, die verstreuten Sprengsel zu überreden, doch auch ohne uns zu beginnen. Doch dieser Versuch scheitert. Über den Teilnehmern schwebt  ein Polizeihubschrauber, die gesamte Demonstrationsstrecke ist weiträumig abgeriegelt. Bei herrlichem sommerhaften Temperaturen geht es über die Rheinbrücke, stets den beeindruckenden Kölner Dom und die schöne Stadtsilhouette im Blick, dann zum Heumarkt. Zahlreiche Teilnehmer mit Deutschlandfahnen, manche mit dem von der Schweizer Abstimmung bekannten Antiminarett-Verbot, andere mit Schildern mit der Forderung nach mehr Meinungsfreiheit. Gemächlich, aber ohne Verzögerung, geht es weiter. Zwischendurch vereinzelt Rufe „Freiheit statt Islamisierung“ als Antwort auf weit entfernte „Nazi-Raus“-Rufe. Intoniert wird von anwesenden Verbindungsstudenten auch das Lied „Die Gedanken sind frei“, passend zum Thema der Veranstaltung. Es wird auch noch einmal zur Abschlusskundgebung erklingen.

Wenn man nicht die zuvor geschilderten Begleitumstände wüsste, könnte man an einen fröhlichen Massenspaziergang erinnert sein. Es macht sich innere Zufriedenheit bemerkbar bei vielen Teilnehmern, der lange anhält. Es wurde nicht klein beigegeben. Die Meinungsfreiheit hat sich durchgesetzt, auch dank eines massiven Polizeieinsatzes. Es ist nur traurig, dass in Deutschland solch ein Aufwand betrieben werden muss, um seine Meinung öffentlich äußern zu können. Die Begleiterscheinung zeigen, wie wichtig dieser Marsch ist. Freiheiten müssen auch hierzulande immer wieder erkämpft werden. Und dazu braucht es manchmal auch Mut. Schön wäre es, wenn diesen trotz der widrigen Umstände mehr Bundesbürger aufbringen könnten, die an den Stammtischen nur schimpfen.

Nicht auf dieser Seite steht die Intoleranz,  sondern auf der anderen Seite, so der Tenor der meisten internationalen und nationalen Redner wie der österreichischen Nationalrätin Susanne Winter, des Vorsitzenden des Flams Belang Filip Dewinter, des Republikaner Chefs Dr. Rolf Schlierer oder des Pro NRW-Fraktionsvorsitzenden Markus Beisicht. „Wie einst die Studenten auf dem Hambacher Fest verteidigen wir die Freiheit und die nationale Identität unserer Völker“. Die deutsche Nationalhymne erklingt, danach geht es wieder zum Bahnhof. Das linksautonome Begrüßungsspalier erwartet uns wieder. Eine Flasche fliegt, glücklicherweise ohne Schaden anzurichten. Die Täter werden schnell ergriffen, die Polizei ist nach wie vor präsent. Willkommen in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit. Sie halten die Schilderungen für übertrieben? Dann schauen Sie doch im kommenden Jahr beim nächsten Marsch für die Freiheit einmal selbst vorbei und machen sich davon Ihr eigenes Bild um den seelischen Zustand unseres Vaterlandes, speziell unserer Meinungsfreiheit. Es lohnt sich!

Wir danken unserem Münchner Mitstreiter Frank G. für diesen wunderbaren Artikel.

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Veröffentlicht am 11. Mai 2011 in DEUTSCHLAND, PRO und mit , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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