Bayerische „Freiheit“ in der K(r)ampf-gegen-Rechts™-Falle

Heinz Christian Strache (FPÖ)  / Judith Wolter PRO NRW

Heinz Christian Strache (FPÖ) / Judith Wolter PRO NRW

Nachfolgend veröffentlichen wir einen Gastbeitrag des Ratherrns aus Bonn Nico Ernst. Er bezieht u.a. Stellung zu einer marktliberalen Kleinstgruppierung, dessen maßgebliche Personen weder etwas mit der islamkritischen FPÖ oder deren Bündnispartner PRO in Deutschland zu tun haben wollen noch  sich auf die Seite der Bürger z.B. in Punkto Islam  stellen. So wurde klar geäußert, nichts gegen Moscheeprojekte – in diesem Fall Berlin – unternehmen zu wollen.

Zwar befindet sich aktuell der bayerische Landesverband der Partei „Die Freiheit“ (DF) wie alle anderen außerhalb Berlins noch „in Gründung“, doch die Distanzierung von vermeintlichen Schmuddelkindern des freiheitlichen Spektrums wird jetzt schon praktiziert. Unter dem Titel „Neue Rechts-Partei im Anmarsch“ (http://pi-news.net/wp/uploads/2011/05/Artikel-MM.jpg) führte der Münchner Merkur eine der für Massenmedien hierzulande üblichen „Antifa“-Kampagnen gegen DF. Prompt reagierte die bayerische DF-Führungsriege um Christian Jung und Michael Stürzenberger, indem sie mit einem Text (http://www.pi-news.net/2011/05/munchner-merkur-neue-rechte-im-anmarsch/) auf PI News in die K(r)ampf-gegen-Rechts™-Falle tappte. In der Erwiderung auf den Merkur-Artikel tat man es mehreren erfolglosen Kleinst-Polit-Projekten gleich, da betont wird, man stehe „ weder ‚rechts‘ noch ‚links‘, sondern in der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft“. Weit unterhalb der Mittelmäßigkeit agierende „Mittige“ gibt es bereits bei CDU und CSU im Überfluß. Die Stellungnahme holt allerdings noch weiter aus. Um zu unterstreichen, man sei schließlich bei den „guten“ Freiheitlichen zu verorten, nicht bei den „bösen“, werden DF-Kontakte zum schweizerischen Politiker Oskar Freysinger (SVP) erwähnt. Zu den abgrenzungswürdigen „Bösen“ wird die FPÖ gezählt. Als Beweis für diese abenteuerliche Behauptung wird eine Meldung der österreichischen Medien vom 25. Mai 2011 aufgegriffen, daß zwei Gemeinderäte der FPÖ im niederösterreichischen Amstetten sich bei einer Abstimmung über die Aberkennung der Ehrenbürgerwürde Adolf Hitlers enthalten haben. Die Motive der beiden Kommunalpolitiker benannte der FPÖ-Chef HC Strache bereits am Folgetag vor Publikum: Zum einen erlischt eine Ehrenbürgerschaft mit dem Tode, zum anderen gibt es eine Anordnung der alliierten Besatzungsmächte des Deutschen Reiches und seiner Nachfolgestaaten aus dem Jahre 1946, die die öffentliche Würdigung von NS-Größen untersagt. Keinerlei Sympathie hegt die FPÖ für die Person Adolf Hitlers. Die künftige bayerische DF stellt sich mit ihrem Versuch, nachträglich zu einer „Heldin der Sowjetunion“ ernannt zu werden, auf eine Stufe mit den österreichischen Linken von SPÖ und Grünen.

Eines scheint DF in keiner Weise zu berücksichtigen: Weder bei den Altparteien noch bei den bundesdeutschen Wählern, denen FPÖ und SVP ein Begriff sind, werden derartige Haarspaltereien honoriert. Hat sich DF jemals dafür stark gemacht, beispielsweise einer „DDR“-Größe wie Otto Gotewohl postum die Ehrenbürgerschaft Dresdens abzuerkennen? Christian Jung und Michael Stürzenberger haben lediglich ein weiteres Kapitel kräftezehrender Uneinigkeit im freiheitlichen Spektrum eröffnet. Viel eher setzen sie sich der Gefahr aus, von rechtsdemokratischen und islamkritischen Wählern für ihre Anbiederungsversuche gegenüber den selbsternannten Gralshütern der politischen Korrektheit abgestraft zu werden.

Nico Ernst
Mitglied des Rates der Bundesstadt Bonn

Zum Video mit Heinz Christian Strache auf freiheitlich.org

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Veröffentlicht am 30. Mai 2011, in DEUTSCHLAND, PRO. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Diese Uneinigkeit unter den „Rechten“ widert mich an! Wer es jetzt noch nicht begriffen hat, dass alle national und konservativ Gesinnten an einem Strang ziehen müssen, dem ist nicht mehr zu helfen. Die Zersplitterung in rechte (nicht rechtsextreme oder rechtsradikale) Gruppen und Grüppchen muss aufhören – nur gemeinsam sind wir stark.

  2. Es müssen nicht nur alle an einen Strang ziehen, sondern wir müssen uns auch schnell und effektiv weiterentwickeln und einen grossen Sympatisantenkreis aufbauen. Unbequem, Nonkonform, mutig und damit konsequent für die Interessen unserer Bürger.

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