Kindergarten, Schule G8, Kosten: Gestresste Eltern, gestresse Kinder.

Flexibilität und Ruhe! Kinder brauchen stressfreien Ausgleich!

Es ist uns unverständlich. In skandinavischen Ländern gibt es nicht nur kostenlose Betreuungsmöglichkeiten, sondern die Zeiten, an denen berufstätige Eltern ihre Kinder in Spiel – und Kindergruppen abgeben können, sind unproblematisch flexibel gestaltet. Und auch wirtschaftlich fahren die skandinavischen Länder damit gut, die ja auch bekanntermaßen keinen Euro haben. Ist es unseren Politikern nicht bekannt, daß sich Mütter und Väter immer mehr selbst durchorganisieren müssen, damit Sie alles optimal managen können? Kinder vom Kindergarten abholen, ein zweites Kind wickeln und beruhigen, bei den Hausaufgaben helfen, gesundes Essen kochen, zum Sportverein bringen: Nie weiss man, wie lange man braucht. Und wenn man mit allen Kindern fertig ist, wird vielleicht eines wieder auf die Toilette müssen. Also ist Flexibilität in staatlichen Einrichtungen wie Kindergarten für uns das A und O! Da reden also unsere Politiker von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, doch selbst bei ausreichend Kindergartenplätzen für unsere einheimischen Familien hapert es gewaltig. Wie uns von ungarischen, polnischen und deutschen Müttern berichtet wurde, haben sie sich alle in dutzenden Kindergärten bewerben müssen, in einem städtischen waren laut ihren Angaben circa 95% türkischer Herkunft. Da hat sich jedoch dann keiner dieser Mütter beworben. Dort müsste das Kind nämlich dann auch „türkisch“ lernen.

„Das mein Kind türkisch lernt, das wollte ich dann aber nicht. Zu was braucht mein Kind türkisch? Ich bin nicht ausländerfeindlich, aber für mein Kind reicht deutsch, ungarisch und englisch“. Eine andere Mutter ergänzte verständnisvoll: „Und vor allem, die wollen uns dann ihre Kultur aufzwingen. Ich verstehe das nicht, die wollen sich kein bißchen integrieren.“

Kein Wunder: Noch heute gelten für die Türkei priviligierte Bestimmungen, was z.B. die Einreise, die Arbeitsaufnahme und den Familiennachzug nach Deutschland betrifft. Bis auf uns erhebt keine Gruppierung oder Partei in Bayern die Forderung, diese Priviligierungen – die auf des Gastarbeiterabkommens der 60ger Jahre zurückzuführen ist – zu  streichen. Letztendlich bekommen viele Kinder erst viel später einen Kindergartenplatz. Wie die Eltern die Zeit bis dahin überbrücken, bleibt Ihnen überlassen. Eine „staatliche Garantie“ kann halt dann nicht umgesetzt werden. Man stelle sich das in einem Unternehmen vor: Man lässt Arbeit einfach liegen,  man versendet dem Kunden nicht seine bestellten Produkte und vertröstet ihn auf nächstes Jahr. Und ob man dann liefern könne, sei auch noch nicht gewiss. Ich glaube, lange würde es das Unternehmen nicht geben.

Wenn es dann die bayrischen Familien geschafft haben, die Beaufsichtigung und Förderung ihrer Kinder  von morgens bis abends zu managen, kommt als staatlicher Dank der tiefe Griff in den Geldbeutel der Familien. Der Kindergarten kostet meist nicht nur den Grundtarif, sondern zur „Sicherheit“ muss eine halbe Stunde davor und danach ebenfalls gebucht und bezahlt werden. In der Schule müssen dann Eltern Kopiergeld, Büchergeld, Gelder für die Klassenkasse und auch Schulausflüge bezahlt werden. Inzwischen werden für Schulbriefe und Hausaufgaben etc. ein eigener PC pro Kind fast schon vorausgesetzt.

Der Staat auf dem Rückzug. Möglichst viele Kosten „versteckt“ auf die Kinder und deren Eltern abwälzen. Immer mehr von Kindern und Schülern abverlangen, die Schulzeit (G8) verkürzen, und die Erklärung bzw. das Üben des Unterrichtsstoffes per Hausausgabe den Eltern überlassen. Es fehlen nämlich leider Möglichkeiten, das Kinder ungestört in Ruhe ihre Hausaufgaben (z.B. noch in der Schule!) machen können. Stress und Hektik lernen die Kinder also bereits im Kindergarten. Wir brauchen keine kranken gestressten Kinder. Lasst die Kinder endlich wieder Kinder sein! Fordern wir daher: Mehr Flexibilität und weniger Stress für unsere Familien!

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Veröffentlicht am 22. Dezember 2011 in HEIMAT und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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