Schuldenprognose für Deutschland: Daumen runter

Der Vorläufer des uns noch bevorstehenden Totalzusammenbruches erlebten wir mit der sogenannten Banken – und Finanzkrise ab 2007. Damals brach die Wirtschaft in Deutschland dramatisch ein, nun erlebten wir 2011 den bislang deutlichsten Rücknahmeeffekt. Das soll nun der Beleg dafür sein, daß die  Wirtschaft und der Arbeitsmarkt  seit der Wiedervereinigung noch nie so gut dagestanden hat. Aufschwung ? Wird es etwa als besonderen Erfolg des „XXL-Aufschwungs“ gewertet, daß von gewissen Migrantengruppen teilweise mehr als die  Hälfte HartzIV -Leistungen bekommen müssen? Aufschwung? Haben die Arbeiter und Angestellten eigentlich effektiv etwas davon in der Lohntüte gehabt? Aufschwung? Hat sich nun endlich im Rahmen des großen Aufschwungs der Schuldenstand Deutschlands verringert?

Dazu ist es nötig, nicht auf die Schuldenuhr zu kucken, sondern zu schauen, inwieweit der Schuldenstand im Verhältnis zum BIP sich verbessert hat. Und hier sieht man die „sensationelle Verbesserung“ gegenüber 2010.  Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatten wir 2010  84% Staatsschuldenquote, nun Ende 2011 sind es nur noch 83%. Aufgrund von Schätzungen soll die Staatsschuldenquote 2012 sich  um einen weiteren Prozentpunkt verbessern. „Klasse“ Das bei einer Flaute dieser Schuldenstand gleich wieder um große Prozentraten nach oben schnellt, wird natürlich gerne bei so „optimistischen Prognosen“ vergessen.

So war man vor der Einführung der Kunstwährung EURO 2000  bei nur 60% Staatsschuldenquote und hatte die Maastrichtkriterien in diesem Jahr das letzte Mal noch erfüllt gehabt. Seitdem hat also diese Schuldenquote eine vierzigprozentige Steigerungsrate erlebt. Die Erfahrungen mit EU-Griechenland zeigen, daß es mit einer Staatsschuldenquote von circa 100%  es nur noch ein kurzer und schneller Weg ist bis zum Bankrott.

Weil die Mächtigen unbedingt den Euro und diese EU behalten wollen, klammern sie sich nun fest an den Irrglauben, Deutschland könne 2012 sich den Entwicklungen in Europa und in der Welt irgendwie entziehen. Die deutsche Wirtschaft könne den negativen Gesamtentwicklungen trotzen. Der Bürger hingegen denkt wesentlich globaler als die  Politiker. Deshalb weiss er längst: Mitgehangen, mitgefangen. Deutsche Löhne und nachhaltige Erholung wird es nicht geben, solange die gemeinsame Währung und die EU-Löhne Deutschland ausbremsen können.

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Veröffentlicht am 20. Januar 2012 in DEUTSCHLAND, EUROPA und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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