Mindestlohn: Gewerkschaften fordern umgerechnet 18,21 Euro!

Sie lesen richtig. Es geht um eine realistische Forderung. Flächendeckend wollen die Gewerkschaften mehr als 18 Euro pro Stunde für jeden Arbeitnehmer als Mindestlohn. Natürlich nicht in Deutschland. Dort fordern Gewerkschaften vielleicht 8,50 brutto (!) Natürlich nicht in der EU. Dort herrscht die EU-und Eurokrise.

Es dreht sich um ein Land, daß gerne auf den Beitritt zur gemeinsamen Währung Euro verzichtet hat. Und es hat sogar – man mag es kaum glauben – ebenfalls gerne auf den Beitritt zur Europäischen Union verzichtet. Wir reden von einem Land, daß wahnsinnig nun von der EU- und Euro-Schuldenkrise profitiert: Die Schweiz. Konkret fordern die Gewerkschaften dort 22 Franken Mindestlohn pro Stunde, was dank der stabilen nationalen Währung umgerechnet derzeit 18,21 Euro bedeutet. Starker Franken – starke Löhne!

Die PRO Bewegung BAYERN weiss, daß das  freie Marktgesetz „der EU“ lautet: Je höher die Angebote, desto niedriger sind die Preise. Mit anderen Worten: Die Löhne und Gehälter lassen sich dann niedrig halten, wenn es bei den Arbeitskräften ein Überangebot gibt. Wenn also die etablierte Presse immer gern uns weiss machen will, daß es angeblich ein Mangel an Fach – und Arbeitskräften gibt, dann stellen Sie etwas in den Raum, wo der Beweis dieser Behauptung – daß ist der Verweis auf steigende Löhne – fehlt. Denn die Löhne sind die letzten Jahre nicht gestiegen, sondern inflationsbereinigt um circa 22% gesunken.

Im Kern-EU Land Deutschland ist dies also gegeben. Und das ist gewollt. Eine gewisse Sockelarbeitslosigkeit und ein hoher Grad an (EU) Freizügigkeit garantiert der Wirtschaft stets billige Arbeitskräfte. Deshalb sorgt unsere deutsche und EU-Gesetzgebung dafür, daß es nicht nur eine EU-Freizügigkeit gibt, sondern daß auch außerhalb der EU die Türen für Arbeits- und Fachkräfte ganz weit offen stehen.

Die Forderung der PRO Bewegung BAYERN ist es, sich am fortschrittlichen Direkte-Demokratie- und Nationalstaatsprinzip zu orientieren.  Umsetzbar sind drastisch höhere Löhne dann, wenn Deutschland nicht nur über die Einführung einer autarken eigenen Währung – die unter der Kontrolle der Bundesbank steht – nachdenkt, sondern sich auch aus der Umklammerung dieser EU-Wirtschaftsordnung befreit.

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Veröffentlicht am 26. Januar 2012 in DEUTSCHLAND, EUROPA und mit , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. „Wir reden von einem Land, daß wahnsinnig nun von der EU- und Euro-Schuldenkrise profitiert: Die Schweiz.“
    Können Sie das näher erläutern, bitte? Das ist noch gar nicht bis zu mir durchgedrungen…

  2. Aufgrund des instabilen Euros und der EU-Schuldenkrise kam es zu einer sehr großen Kapitalflucht in den sicheren Schweizer Franken:

    http://www.bilanz.ch/unternehmen/kapitalflucht-griechische-euros

    In Folge dessen hat der Franken gegenüber den Euro massiv an Wert gewonnen. Gab es früher für 1,7 Franken einen Euro, braucht man nun hierfür nur noch 1,2 Euro. Bei einem Umrechnungskurs
    von 1/1,7 würde eine Lohnforderung von 22 Franken nur 12,94 Euro pro Stunde bedeuten, bei einem Umrechnungskurs von 1,2 zu 1 sind es stolze 18,21 Euro. In Folge kann der Staat viel wertvolles Kapital
    ansammeln, daß er zu umfangreichen Steuersenkungen in der Schweiz nutzen könnte. Ob er es tut, ist natürlich eine andere Frage.

  3. Die Schweizer Nationalbank hat vor allem mal beunruhigenderweise Tonnen von Euros eingekauft. Das wird von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Schweizer Bevölkerung nicht goutiert.

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